Bilanz Volksbank Ganderkesee-Hude zufrieden mit Geschäftsjahr
Auf der Vertreterversammlung in Ganderkesee stellte der Vorstand die Zahlen für 2010 vor. Zuversichtlich sieht man auch diesem Jahr entgegen.
Hude - Als „Motor des Wachstums“ bezeichnete die Volksbank Ganderkesee-Hude das Kreditgeschäft auf ihrer Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2010 am Dienstagabend im Airfield-Hotel in Ganderkesee. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Poppe begrüßte über 130 Vertreterinnen und Vertreter sowie Gäste. „Die Kreditklemme ist bei uns ein Fremdwort“, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Kikker. Bei der Kreditvergabe habe man zugelegt. Die Kundenkredite seien um knapp 6,4 Prozent auf rund 216 Millionen Euro gestiegen.
Bilanzsumme gestiegen
Auch in diesem Jahr sei man zuversichtlich. „Zum Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 haben wir das geschafft, was wir 2010 im ganzen Jahr erreicht haben“, so Kikker weiter. Das Wachstum im Kreditgeschäft hänge vor allem mit Investitionen in erneuerbare Energien sowie in der Landwirtschaft zusammen.
Kikker ging außerdem auf die Rahmenbedingungen des Kreditgewerbes in 2010 und 2011 ein. Er kritisierte die Regulierungen, vor allem in der Art der Ausgestaltung. Sie würde kaum Unterschiede zwischen global und weltweit operierenden Banken sowie regionalen Banken machen. Im Zusammenhang damit ging er auf den Umgang mit den neuen Geldautomaten zu Beginn 2011 ein. 75 Prozent der Geldautomaten würden von Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen gestellt werden, während Privatbanken und Internetbanken sich kaum beteiligen würden. „Trotzdem schreibt man uns vor, welchen Preis wir für Nichtkunden nehmen dürfen“, so Kikker. Und weiter: „Damit sind wir nicht sehr glücklich.“
Des Weiteren legte Kikker die Zahlen für 2010 vor. Die Bilanzsumme der Volksbank Ganderkesee-Hude stieg um 5,4 Prozent auf etwa 336 Millionen Euro. Dieser Anstieg sei laut Kikker auf die Steigerung der Kundenkredite zurückzuführen. Allgemein sei man mit dem Geschäftsjahr mehr als zufrieden gewesen. Das Wachstum bei den Kundeneinlagen beträgt 1,8 Prozent (226 Millionen Euro). „Dieser Trend hält bereits die letzten Jahre an“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Frey. „Wir sind für unsere Anleger nach der Finanzmarktkrise immer noch der sichere Hafen für die Ersparnisse. Die Risikoneigung der Sparer ist nach der Finanzmarktkrise immer noch sehr gering.“ Kikker fügte hinzu: „Unsere Kunden sind eher konservativ und vorsichtig. Wir haben ein gutes Image, was das angeht. Wir empfehlen ihnen keine Einzelaktie, sondern auf Fonds zu setzen.“
„Kunden eher konservativ“
So seien die Ausschläge nicht so gravierend. Auch das bilanzielle Eigenkapital sei gestiegen, um etwa 564 000 Euro auf 19,8 Millionen Euro. „Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir konnten das Eigenkapital deutlich stärken“, sagte Frey.
Der ausgewiesene Bilanzgewinn ist jedoch gegenüber 2010 leicht rückläufig. Der Jahresüberschuss beträgt 509 000 Euro. Daraus wird eine Dividende an die 9590 Mitglieder von 5,25 Prozent gezahlt (insgesamt 285 000 Euro).
Im Anschluss an die Vertreterversammlung referierte Christian Kircher, Projektleiter von Food Nordwest, über die Situation der Ernährungswirtschaft in der Region Oldenburg-Bremen. Er zeigte die Bedeutung der Ernährungswirtschaft auf.
Freuen sich über das gute Geschäftsjahr: Jürgen Kikker (von links), Referent Christian Kircher, Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Poppe und Oliver Frey
BILD: Wolfgang Loest
Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg